
(Atz – 23.04.26) Am 23. April 2026 wurde im Rahmen der Fachtagung „Vision 2030: Autonomes Fahren im sächsischen ÖPNV“ eine Absichtserklärung unterzeichnet. An der Unterzeichnung nahmen Staatsministerin Regina Kraushaar, Wirtschaftsstaatssekretär Sebastian Scheel sowie Vertreter aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und dem öffentlichen Personennahverkehr teil. Insgesamt beteiligten sich 19 Partner an der Vereinbarung.
Das Ziel der Absichtserklärung ist die Einführung von autonom fahrenden Fahrzeugen im Regelbetrieb des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum Jahr 2030. Dabei wird das hochautomatisierte Fahren nach SAE-Level 4 angestrebt. Die Phase der Modell- und Pilotversuche soll bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein.
Forschungsprojekt in Leipzig
In Leipzig wurde das Projekt „Sächsische Initiative Automatisierte Shuttle im ÖPNV – SIAS-ÖV“ gestartet. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt befasst sich mit der Entwicklung fahrerloser Shuttlebusse von industriellen Herstellern für den Einsatz im öffentlichen Verkehr. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt durch die Europäische Kommission und den Freistaat Sachsen in Höhe von rund 9,5 Millionen Euro aus der sächsischen EFRE-Technologieförderung 2021-2027.
Die Partner der Absichtserklärung beabsichtigen, die Zusammenarbeit zu intensivieren, um Innovationen in die Praxis zu überführen. Durch die Bündelung von Kompetenzen sollen neue, flexible Mobilitätsangebote geschaffen werden, die insbesondere das städtische Umland und den ländlichen Raum betreffen. Eine Ausweitung der Technologie auf den Güterverkehr sowie eine weitere Skalierung in den 2030er Jahren sind vorgesehen.
Die Fachtagung des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung diente der Analyse der Voraussetzungen für den Regelbetrieb sowie der Ermittlung der Beiträge von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verkehrsunternehmen.
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