Beim Präventionsmobil in Delitzsch hat die Polizei über Betrugsmaschen, Einbruchschutz und den rechtlich zulässigen Einsatz privater Kameras informiert. Im Mittelpunkt standen Fragen, die besonders ältere Menschen im Alltag betreffen können.
Misstrauisch bei Anrufen und Messenger-Nachrichten
Die Beratung griff unter anderem den sogenannten Enkeltrick auf. Dabei täuschen Betrüger nach Angaben aus dem Gespräch eine Notlage von Angehörigen vor. Sie setzen ihre Opfer unter Zeitdruck und fordern etwa dazu auf, eine neue Telefonnummer zu nutzen, zurückzurufen oder Geld zu überweisen.
Als einfache Vorsichtsmaßnahme wurde empfohlen, wichtige Telefonnummern griffbereit zu halten: etwa die von Angehörigen und der örtlich zuständigen Polizeidienststelle. Wer bei einem Anruf oder einem Besuch Zweifel hat, sollte die betreffende Stelle über eine selbst recherchierte, bekannte Nummer kontaktieren und die Angaben überprüfen lassen. Die Notrufnummer 110 ist für Notfälle bestimmt. Erscheint sie bei einem eingehenden Anruf im Display, ist dies kein verlässlicher Hinweis darauf, dass tatsächlich die Polizei anruft.
Türen, Fenster und sichtbare Anwesenheit
Ein weiterer Schwerpunkt war die Sicherheit im Eigenheim. Zur Sprache kamen verschlossene Türen und Fenster, ein geeigneter Türspion sowie Maßnahmen, die bei Abwesenheit den Eindruck einer bewohnten Wohnung vermitteln können. Dazu gehören etwa zeitgesteuerte Lichtquellen. Welche Sicherung sinnvoll ist, hängt jeweils von Haus oder Wohnung ab; die Beratung bot Gelegenheit für individuelle Fragen.
Kameras dürfen nicht auf Straße und Nachbargrundstück zeigen
Viele Besucher fragten nach Videoüberwachung auf dem eigenen Grundstück. In der Beratung wurde darauf hingewiesen, dass private Kameras nur den eigenen Bereich erfassen dürfen. Öffentliche Flächen oder fremde Grundstücke dürfen nicht in den Aufnahmebereich geraten – auch dann nicht, wenn eine Speicherung ausgeschlossen werden soll. Bei der Ausrichtung von Kameras sollten Eigentümer deshalb besonders sorgfältig prüfen, was im Bild zu sehen ist.
Das Präventionsmobil bündelte damit alltagsnahe Hinweise: Ruhe bewahren, Angaben prüfen und im Zweifel bei bekannten Ansprechpartnern nachfragen. Gerade bei Forderungen nach Geld oder persönlichen Daten ist Vorsicht angebracht.

