
(Atz – 20.03.26) Am 19. März 2026 fand in der Hartmannfabrik in Chemnitz die Veranstaltung „Wirtschaft stärken, Zukunft sichern“ statt. Mehr als 200 Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft nahmen an dem Austausch teil. Organisiert wurde die Zusammenkunft vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA), der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) und der Industrie- und Handelskammer Chemnitz.
Schwerpunkte des Austauschs
Im Fokus der Veranstaltung standen die Themen Digitalisierung, Unternehmensnachfolge, Dekarbonisierung sowie die Transformation der Automobilindustrie. Ziel war es, aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen in Sachsen zu erörtern und gemeinsam Perspektiven für die Weiterentwicklung des Freistaates zu erarbeiten. Ein interaktives Fishbowl-Format förderte den direkten Austausch zwischen den Teilnehmern.
Makroökonomischer Ausblick
Prof. Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann von der TU Chemnitz präsentierte einen makroökonomischen Ausblick und beleuchtete die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre. Sie zeigte auf, welche Entscheidungen für die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Sachsens erforderlich sind.
Bedeutung der Zusammenarbeit
Die Veranstaltung fiel zeitgleich mit dem 30-jährigen Bestehen der SAB zusammen und unterstrich die Wichtigkeit der Kooperation zwischen Wirtschaft und Politik. Neben den Diskussionsrunden standen das SMWA, die SAB, die IHK Chemnitz, die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) und das Zentrum für Gute Arbeit und Fachkräftesicherung (ZEFAS) mit Informations- und Beratungsangeboten für Unternehmen bereit.
Statements von Politikern
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter betonte die Bedeutung des direkten Austauschs mit Unternehmern, insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Er hob hervor: „Sachsen lebt vom starken Mittelstand und von Unternehmen, die jeden Tag Verantwortung für Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung übernehmen. Deshalb wollen wir zuhören, Herausforderungen offen ansprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Rahmenbedingungen so verbessern, dass Investitionen, Innovationen und gute Arbeit auch künftig hier im Freistaat entstehen. Dazu gehören verlässliche Energiepreise, weniger Bürokratie, eine starke Fachkräftebasis und eine aktive Wirtschaftspolitik, die Transformation ermöglicht und gleichzeitig industrielle Stärke sichert.“
Dr. Katrin Leonhardt, Vorstandsvorsitzende der SAB, ergänzte: „Die Wirtschaftsförderung der Zukunft muss sich zielgruppenorientiert an den Bedarfen der Unternehmen und den strategischen Zielen des Freistaates orientieren. Als SAB tragen wir dazu bei, indem wir schlanke, digitale Förderprozesse schaffen, die Unternehmen effektiv von Bürokratie entlasten. Zudem bieten wir Förderung, Finanzierung und Beteiligungskapital für den Mittelstand aus einer Hand. So ermöglichen wir den Unternehmen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.“
Folgende Wirtschaftsdialoge geplant
Weitere Wirtschaftsdialoge sind für den 10. Juni im Kammerbezirk Leipzig und den 3. September im Kammerbezirk Dresden geplant. Ziel ist es, den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft zu intensivieren und gemeinsam Lösungsansätze für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.
Weitere Informationen sind unter https://www.sab.sachsen.de/wirtschaftsdialog verfügbar.
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