WFS Sachsen: Außenwirtschaft fördert Investitionen und Arbeitsplätze

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Symbolbild

(Atz – 18.03.26) Im Jahr 2025 betreute die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) 18 Neuansiedlungen und Firmenerweiterungen mit einem Investitionsvolumen von 211,09 Mio. Euro, wodurch 868 Arbeitsplätze geschaffen oder erhalten wurden. Die Projekte verteilten sich über den Freistaat Sachsen, unter anderem in Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie in den Landkreisen Bautzen, Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Investoren kamen hauptsächlich aus Deutschland, den Niederlanden, Finnland, der Schweiz, Japan, Taiwan und den USA.

Die WFS unterstützt Technologie- und Innovationsfelder mit Zukunftspotenzial und arbeitet dabei mit Partnern aus Wissenschaft, Netzwerken und Clustern zusammen. Im Januar 2025 wurde die Gründung des Radiopharmazie-Clusters nuklid unterstützt, zudem wurde eine Konzeptstudie zur Entwicklung eines Innovationsökosystems Food erstellt und das Thema Bioökonomie im Rahmen des Bioökonomie-Forums Sachsen vorangetrieben. Neu wurde ein Branchenleiter für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie eingestellt, um die Vernetzung sächsischer Unternehmen zu fördern. Insgesamt wurden 18 Projektwerkstätten mit knapp 1.200 Teilnehmern zu Themen wie Robotik, Automatisierte Produktion und Zukunft des Obstbaus durchgeführt.

Kurita Water Industries stärkt die sächsische Halbleiterindustrie durch spezialisierte Lösungen für die Wasser- und Abwasseraufbereitung und engagiert sich in regionalen Initiativen zur Weiterentwicklung der industriellen Wasserbehandlung, insbesondere in den Bereichen Abwasserrecycling und Kreislaufführung. Das Unternehmen plant, seine Aktivitäten in Sachsen langfristig auszubauen und zur technologischen und ökologischen Stabilität der Branche beizutragen.

Die USA waren mit einem Anteil von fast 10 Prozent an den sächsischen Gesamtexporten (50,6 Mrd. Euro) Sachsens wichtigster Handelspartner, vor China (4,5 Mrd. Euro) und dem Vereinigten Königreich (4,2 Mrd. Euro). Die Exporte in die USA gingen aufgrund von Zöllen um 6 Prozent zurück. Europa bleibt mit einem Anteil von 63 Prozent der wichtigste Absatzmarkt für sächsische Waren. Tschechien und Polen zählen weiterhin zu den Top fünf der sächsischen Handelspartner.

Die WFS unterstützte im vergangenen Jahr gut 1.180 sächsische Unternehmen, FuE-Einrichtungen und Netzwerke bei Außenwirtschaftsaktivitäten. Es wurden 80 Außenwirtschaftsprojekte realisiert, darunter 15 Delegations- und Unternehmerreisen mit insgesamt 154 teilnehmenden Unternehmen und FuE-Einrichtungen zur Markterkundung und -erschließung, unter anderem nach Polen, Spanien, Schweiz, Japan, Taiwan und Indien. Zudem wurden 35 Marktinformations- und Kooperationsveranstaltungen mit ca. 570 Teilnehmern organisiert. 11 internationale Delegationen wurden über den Standort Sachsen und spezielle Branchen- und Technologiekompetenzen informiert.

Die Internationalisierungsoffensive Sachsen (IOSax) unterstützte sächsische Unternehmen mit weiteren Maßnahmen, darunter IOSax.express-Reisen zur Investorengewinnung nach Helsinki und zur The Next Web in den Niederlanden. Die Online Marketing Challenge (OMC) konnte bereits zum 8. Mal erfolgreich durchgeführt werden.

Die WFS unterstützt Unternehmen auch bei der Gewinnung internationaler Fach- und Arbeitskräfte, was unter anderem bei einer Wirtschaftsreise nach Usbekistan und der Delegationsreise nach Indien auf der Agenda stand.

Der Außenwirtschaftstag Sachsen 2026 wird am 16. April in Chemnitz unter dem Titel „Vom Umbruch zum Aufbruch“ stattfinden und ein vielfältiges Programm zu internationalen Geschäftsmöglichkeiten bieten.

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