(Wan – 02.12.25)

Die Kriminalpolizei Waren führt aktuell Ermittlungen gegen zwei syrische Staatsangehörige im Alter von 20 und 23 Jahren, denen Betrug im Zusammenhang mit Pfandflaschen und -kisten vorgeworfen wird.
Ermittlungen nach Auffälligkeiten in Waren
Am vergangenen Samstag wurden die beiden Männer durch mehrere Kunden eines Einkaufsmarktes in der Teterower Straße ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Sie fielen durch die außergewöhnlich hohe Menge an Leergut auf, die sie anliefern wollten. Der Transport erfolgte mit einem Transporter, der mit einem Kennzeichen aus Leipzig versehen war. Im weiteren Verlauf des Vorgehens konnten die Männer lediglich Fotokopien von Ausweisdokumenten vorlegen, der Besitz von Führerscheinen konnte nicht nachgewiesen werden.
Vorherige Pfandabgabe und polizeiliche Hinweise
Im Zuge der vor Ort durchgeführten Maßnahmen stellte sich heraus, dass die Männer bereits am Freitagabend eine Pfandabgabe in vergleichbarer Höhe in demselben Markt vorgenommen hatten, wobei ein Gesamtwert von über 800 Euro erreicht wurde. Darüber hinaus liegen Hinweise vor, dass einer der Beschuldigten bereits wegen ähnlicher Delikte in Mecklenburg-Vorpommern polizeibekannt ist.
Sicherung von Beweismitteln und weitere Ermittlungsansätze
Der verwendete Transporter sowie das aufgebrachte Leergut wurden durch die Polizei sichergestellt. Nach Abschluss der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Männer entlassen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Bandenhehlerei sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Landesweite Abfragen und Aufruf zur Mithilfe
Mehrere gefundene Belege anderer Handelsbetriebe erhärteten den Verdacht, dass die Männer mit dem Transporter in den vergangenen Tagen verschiedene Märkte in mehreren Bundesländern aufsuchten, um dort umfangreiche Pfandabgaben zu tätigen.
In diesem Zusammenhang bittet die Polizei alle Einkaufsmärkte, sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in anderen Bundesländern, um Mithilfe. Wer in den vergangenen Wochen ähnliche Vorkommnisse mit hohen Pfandsummen beobachtet hat, wird gebeten, sich mit der zuständigen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Des Weiteren werden Geschäfte, Gaststätten und sonstige Betriebe, die größere Mengen an Leergut lagern, aufgefordert, ihre Bestände auf Vollständigkeit zu überprüfen. Bei Auffälligkeiten wird um Meldung an die zuständige Polizeidienststelle gebeten, da der Verdacht besteht, dass das Leergut aus Diebstählen stammt.
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