(Wan – 13.11.25)

Sächsische Polizei durchsucht Wohnungen im Zusammenhang mit islamistischer Propaganda
Freital, Dresden, Grimma, Taucha – Im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages gegen islamistische Propaganda im Internet hat die sächsische Polizei am 13. November 2025 Durchsuchungen in vier Wohnungen durchgeführt. Betroffen waren Objekte in Freital, Dresden, Grimma und Taucha.
Die Maßnahme wurde von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden in Kooperation mit dem Polizeilichen Terrorismus Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamtes Sachsen sowie den Polizeidirektionen Dresden und Leipzig durchgeführt. Das Bundeskriminalamt hatte den Aktionstag initiiert und koordinierte die bundesweiten Aktivitäten.
Beschuldigte in Untersuchungshaft
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf vier Beschuldigte: einen 16-jährigen deutschen Jugendlichen, eine 20-jährige russische Heranwachsende, einen 19-jährigen russischen Heranwachsenden sowie einen 21-jährigen Syrer. Ihnen wird die mehrfache Verbreitung von Propagandamaterialien vorgeworfen, darunter sogenannte „Nashids“ – Loblieder, die die Ideologie der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ wiedergeben und deren Taten verherrlichen.
Weitere Schritte
Die polizeilichen Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten digitalen Daten, sind noch nicht abgeschlossen. Die Beschuldigten werden im weiteren Verlauf des Verfahrens befragt.
Bundesweite Aktion
Die sächsische Beteiligung erfolgte im Rahmen einer bundesweiten Aktion gegen die Verbreitung islamistischer Propaganda im Internet. In insgesamt zwölf Bundesländern wurden über 100 polizeiliche Maßnahmen durchgeführt. Dazu zählten über 50 Durchsuchungen und zahlreiche Vernehmungen von Beschuldigten. Parallel zu den deutschen Aktivitäten fanden auch in Österreich und der Schweiz entsprechende Maßnahmen statt. Die primäre Zielgruppe der Ermittlungen waren Jugendliche und Heranwachsende, die als Adressaten und Verbreiter islamistischer Propaganda gelten.
Quelle: (ots)
Bildquelle: Pixabay