Neues Jahrbuch Denkmalpflege Sachsen erschienen

Georg


Symbolbild
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(Geg – 01.04.26) Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD) setzt seine seit drei Jahrzehnten bestehende Tradition der Jahrbuchveröffentlichung fort. Die aktuelle Ausgabe, die aufgrund von Personalmangel etwas später erschienen ist, bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeit der sächsischen Denkmalpflege auf rund 200 Seiten, angereichert mit zahlreichen Bildern.

Forschung und Restaurierungsprojekte im Fokus

Das Jahrbuch stellt unter anderem neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Kirche in Wasewitz und des Schlosses in Dahlen vor. Darüber hinaus werden bedeutende Restaurierungsvorhaben beleuchtet, darunter die Aufarbeitung eines Altarretabels aus Großbardau, das um 1500 entstand und heute im GRASSI Museum in Leipzig zu sehen ist. Auch der Göding-Altar in der Kirche zu Lohmen und chinoise Seidentapeten in Schloss Wildenfels werden thematisiert.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Provenienzforschung. So wurde die Herkunft einer Renaissance-Skulptur, die sich im Bestand des Metropolitan Museums of Art in New York befindet und dem Augsburger Bildhauer Hans Daucher zugeschrieben wird, untersucht. Eine fälschliche Vermutung, dass die Skulptur ursprünglich im Meißner Dom stand, konnte dabei widerlegt werden.

Herausforderungen und Dokumentation

Neben Forschung und Restaurierung werden auch aktuelle Herausforderungen der Denkmalpflege angesprochen. Ein Beispiel ist der Umgang mit baulichen Relikten aus der Zeit des Nationalsozialismus, illustriert am Beispiel des Konzentrationslagers Sachsenburg. Der Aufsatz zeigt Wege auf, um sich kritisch mit diesem schwierigen Erbe auseinanderzusetzen. Auch die Kirchenbauten der DDR am Beispiel des Bistums Dresden-Meißen zwischen 1969 und 1986 werden betrachtet. Die erfolgreiche Rettung von vier Wandreliefs aus dem ehemaligen Robotron-Gebäude in Leipzig wird ebenfalls dokumentiert. Weiterhin werden die denkmalpflegerische Rahmenzielplanung für den Leipziger Promenadenring und Fragen der Langzeitklimamessung in historischen Gebäuden behandelt.

Veranstaltungen und Netzwerke

Der zweite Teil des Jahrbuchs dokumentiert die nach der Corona-Pandemie wiederaufgenommenen Veranstaltungen des LfD. Besonders hervorzuheben ist die bundesweite Eröffnung des Tages des offenen Denkmals® 2022 in Leipzig. Zudem wird die Gründung des Denkmalnetz Sachsen vorgestellt, ein Beratungsnetzwerk für Denkmalbesitzer und Interessierte in Sachsen.

Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen hat mit dem Jahrbuch ein Referenzwerk geschaffen, das das Selbstverständnis der Denkmalpflege im Freistaat widerspiegelt und aktuelle Forschungsergebnisse sowie fachliche Entscheidungen dokumentiert. Die Publikationstradition wird mit dem Jahrbuch 2023 fortgesetzt.

Bildquelle: Pixabay


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(Geg – 01.04.26) Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD) setzt seine seit drei Jahrzehnten bestehende Tradition der Jahrbuchveröffentlichung fort. Die aktuelle Ausgabe, die aufgrund von Personalmangel etwas später erschienen ist, bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeit der sächsischen Denkmalpflege auf rund 200 Seiten, angereichert mit zahlreichen Bildern.

Forschung und Restaurierungsprojekte im Fokus

Das Jahrbuch stellt unter anderem neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Kirche in Wasewitz und des Schlosses in Dahlen vor. Darüber hinaus werden bedeutende Restaurierungsvorhaben beleuchtet, darunter die Aufarbeitung eines Altarretabels aus Großbardau, das um 1500 entstand und heute im GRASSI Museum in Leipzig zu sehen ist. Auch der Göding-Altar in der Kirche zu Lohmen und chinoise Seidentapeten in Schloss Wildenfels werden thematisiert.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Provenienzforschung. So wurde die Herkunft einer Renaissance-Skulptur, die sich im Bestand des Metropolitan Museums of Art in New York befindet und dem Augsburger Bildhauer Hans Daucher zugeschrieben wird, untersucht. Eine fälschliche Vermutung, dass die Skulptur ursprünglich im Meißner Dom stand, konnte dabei widerlegt werden.

Herausforderungen und Dokumentation

Neben Forschung und Restaurierung werden auch aktuelle Herausforderungen der Denkmalpflege angesprochen. Ein Beispiel ist der Umgang mit baulichen Relikten aus der Zeit des Nationalsozialismus, illustriert am Beispiel des Konzentrationslagers Sachsenburg. Der Aufsatz zeigt Wege auf, um sich kritisch mit diesem schwierigen Erbe auseinanderzusetzen. Auch die Kirchenbauten der DDR am Beispiel des Bistums Dresden-Meißen zwischen 1969 und 1986 werden betrachtet. Die erfolgreiche Rettung von vier Wandreliefs aus dem ehemaligen Robotron-Gebäude in Leipzig wird ebenfalls dokumentiert. Weiterhin werden die denkmalpflegerische Rahmenzielplanung für den Leipziger Promenadenring und Fragen der Langzeitklimamessung in historischen Gebäuden behandelt.

Veranstaltungen und Netzwerke

Der zweite Teil des Jahrbuchs dokumentiert die nach der Corona-Pandemie wiederaufgenommenen Veranstaltungen des LfD. Besonders hervorzuheben ist die bundesweite Eröffnung des Tages des offenen Denkmals® 2022 in Leipzig. Zudem wird die Gründung des Denkmalnetz Sachsen vorgestellt, ein Beratungsnetzwerk für Denkmalbesitzer und Interessierte in Sachsen.

Das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen hat mit dem Jahrbuch ein Referenzwerk geschaffen, das das Selbstverständnis der Denkmalpflege im Freistaat widerspiegelt und aktuelle Forschungsergebnisse sowie fachliche Entscheidungen dokumentiert. Die Publikationstradition wird mit dem Jahrbuch 2023 fortgesetzt.

Bildquelle: Pixabay