Leipzig: Retourenbetrug und Werkzeugdiebstahl aufgedeckt

Wanninger



Symbolbild

(Wan – 24.03.26) Betrug mit Retouren und Werkzeugdiebstahl in Leipzig

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig haben gemeinsam Informationen zu zwei separaten Kriminalfällen veröffentlicht. Zwischen 2020 und Anfang 2026 sollen eine 22-jährige und ein 27-jähriger Beschuldigter, beide deutscher Staatsbürger, hochwertige Elektronikwaren bestellt und anschließend betrügerisch Rückerstattungen erschlichen haben. Den Ermittlungen zufolge täuschten sie die Rücksendung der Ware vor und hoben die Kaufpreise mit Geldkarten ab, die auf Alias-Identitäten ausgestellt waren. Die Beschuldigten hielten sich während der Tatzeit in Deutschland auf, meldeten sich jedoch an keiner festen Adresse an.

Am 26. Januar 2026 wurden die beiden Tatverdächtigen in Bonn festgenommen. Die Ermittlungen hatten sich zuvor durch eine Zivilklage gegen einen Versanddienstleister ergeben, die die Beschuldigten eingereicht hatten. Sie behaupteten, ein von ihnen versendetes Paket mit hochwertiger Ware sei nicht beim Empfänger angekommen – wobei auch hier eine Alias-Personalie verwendet wurde. Der zuständige Amtsrichter kontaktierte die Staatsanwaltschaft Leipzig aufgrund von Paketdiebstählen und brachte so den Zusammenhang mit den betrügerischen Aktivitäten ans Licht.

Nach den Festnahmen wurden am 17., 18. und 26. Februar umfangreiche Durchsuchungen in Neuss, Nordrhein-Westfalen, und in einer Kleinstadt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen, durchgeführt. Bei den Maßnahmen, die auf richterlicher Anordnung erfolgten, konnten die Beamten rund 100.000 Euro Bargeld in Neuss und weitere 900.000 Euro in Thüringen sicherstellen. Zusätzlich wurden ein Quad und Bankkonten beschlagnahmt. Die Ermittlungen gegen die beiden Beschuldigten dauern an.

Unabhängig davon kam es zwischen dem 20. und 23. März 2026 im Leipziger Norden zu mehreren Einbrüchen in Transporter. In den Stadtteilen Eutritzsch und Schönefeld wurden Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Ford aufgebrochen. Die Täter schnitten Löcher in die Türen, um an Werkzeuge und Maschinen zu gelangen. Der entstandene Stehlschaden wird auf über 38.000 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen besonders schweren Diebstahls und prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Vorfällen.

Bildquelle: Pixabay