Leipzig: Ermittlungen nach Babyklappe Fund eingeleitet

Wan



Symbolbild

(Wan – 10.03.26)

Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig hatten am 6. März 2026 eine öffentliche Fahndung im Zusammenhang mit dem Fund eines verstorbenen Säuglings initiiert (Polizeidirektion Leipzig, Medieninformation Nr. 74/26 vom 6. März 2026). Der Leichnam war am 27. Februar 2026 in der Babyklappe eines Leipziger Klinikums entdeckt worden.

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Medieninformation stellte sich eine 39-jährige deutsche Staatsbürgerin bei den Ermittlungsbehörden. Die Kriminalpolizei leitete daraufhin noch am selben Tag die erforderlichen Maßnahmen zur Sachverhaltsaufklärung ein.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Auf Grundlage der bisherigen Erkenntnisse wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags gegen die Frau eingeleitet. Eine Antragstellung auf Erlass eines Haftbefehls beim zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts erfolgte jedoch nicht, da die entsprechenden Voraussetzungen derzeit nicht vorliegen.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Klärung der Todesursache und der Umstände des Ablebens des Säuglings, sind aktuell im Gange. Eine vorläufige Auskunftsmöglichkeit ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben.

Zeugenaufruf

Im Rahmen der umfassenden Aufklärung des Sachverhalts werden Zeugen gesucht, die am 27. Februar 2026 Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Ablegen des Säuglings in der Babyklappe des Klinikums St. Georg in Leipzig gemacht haben. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0341-966 46666 oder per E-Mail an mordkommission.pd-l@polizei.sachsen.de.

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