Ermittlungen: Kriminelle Vereinigung in Dresden aktiv – Durchsuchungen in Leipzig und Halle

Wan

(Wan – 06.03.26)



Symbolbild

Ermittlungen wegen Mitgliedschaft in krimineller Vereinigung – Durchsuchungen in Dresden, Leipzig und Halle (Saale)

Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln gegen einen 27-jährigen Österreicher sowie vier deutsche Staatsbürger (21, 21, 24 und 35 Jahre) wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich in Dresden einer Gruppierung angeschlossen zu haben, um aktiv den militanten Tierschutz zu verfolgen.

Kern der gemeinschaftlichen Aktivität der Vereinigung ist die Beschädigung und Zerstörung von Jagdeinrichtungen und dazugehörigem Sachbestand in Dresden und der näheren Umgebung. Ziel ist die dauerhafte Ausübung der Jagd zu verhindern. Im Zeitraum vom 25. Dezember 2023 bis zum 25. Mai 2025 wurden insgesamt 75 Jagdeinrichtungen beschädigt oder zerstört. Der entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 70.000 Euro geschätzt.

Die Gruppierung soll ihre Taten öffentlich mit Botschaften untermauern, die eine Verbindung zur "Animal Liberation Front" aufweisen, einer im Jahr 2004 durch das Federal Bureau of Investigation (FBI) als terroristische Vereinigung eingestuften Gruppierung. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Jagdberechtigte durch die Beschädigung der Einrichtungen zu Schaden kommen.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden am 4. und 6. März 2026 Durchsuchungen bei den Beschuldigten in Dresden, Leipzig und Halle (Saale) durchgeführt. Es wurden umfangreiche elektronische Datenträger, Unterlagen und Werkzeuge sichergestellt. In der Wohnung eines Beschuldigten wurde zusätzlich eine größere Menge Cannabis aufgefunden und beschlagnahmt.

Da derzeit keine Haftgründe gemäß der Strafprozessordnung vorliegen, wurden gegen die Beschuldigten keine Haftbefehle erwirkt. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange.

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