
(Atz – 26.03.26) Sachsens Energieminister Dirk Panter warnt vor den wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Lage im Nahen Osten und den daraus resultierenden Preissteigerungen bei Öl und Erdgas. Die Blockade von wichtigen Handelsrouten, insbesondere der Straße von Hormus, gefährde die Wirtschaft, die Verbraucher und die Arbeitsplätze in Deutschland und Europa.
Panter betonte, die derzeitige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus dem Ausland stelle ein wachsendes Risiko für Wohlstand und Beschäftigung dar. Er verwies darauf, dass steigende Energiekosten sich durch die gesamte Volkswirtschaft ziehen würden.
Das Land Sachsen habe die Bundesregierung bereits mehrfach aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen. Für morgen ist ein Entschließungsantrag im Bundesrat geplant, der kurzfristige Entlastungen an den Tankstellen zum Ziel hat.
Der Minister machte deutlich, dass kurzfristige Maßnahmen allein nicht ausreichen würden. Er rechnet mit zeitverzögerten Auswirkungen auf die Strompreise und eine steigende Inflation. Daher sei ein Umdenken in der Energieversorgung und Energiesicherheit Deutschlands unerlässlich. Die aktuelle Krise sei kein Einzelfall, sondern ein Vorbote dessen, was drohe, wenn die globale Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen fortbestehe.
Panter richtete sich an Kritiker der Energiewende in Sachsen und betonte, Energiesouveränität könne nur durch den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien erreicht werden. Wind-, Solar- und Stromspeicher seien keine ideologischen Konzepte, sondern energiepolitische Freiheiten. Er argumentierte, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas das eigentliche Problem darstelle und nicht Windkraftanlagen.
Um die Energiesicherheit zu gewährleisten, fordert Panter schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, zusätzliche Investitionen in Stromnetze und Energiespeicher sowie eine verlässliche Förderung erneuerbarer Energien und Zukunftstechnologien durch den Bund. Er plädierte für einen beschleunigten Ausbau von Wind- und Solarenergie, eine moderne Infrastruktur und gezielte Entlastungen für Bürger und Unternehmen.
Panter betonte abschließend, dass erneuerbare Energien keine Zukunftsthemen, sondern konkrete Antworten auf die Preisrealität im Alltag seien. Sachsen werde seinen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien und zur Transformation der Industrie leisten. Die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen erfordere jedoch eine enge Zusammenarbeit mit dem Bund.