
## Ausbildungsoffensive in der sächsischen Justiz – Neue Ausbildungsjahrgänge gestartet
Im September begannen an den Gerichten und Staatsanwaltschaften Sachsens die neuen Ausbildungsjahrgänge. Insgesamt 92 Anwärterinnen und Anwärter nehmen an den theoretischen Lehrgängen teil und werden nach zweijähriger Ausbildung die Justizbehörden im Freistaat verstärken. Parallel dazu starteten 70 zukünftige Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ihr dreijähriges duales Studium an der Hochschule Meißen.
### Sachliche Unabhängigkeit der Rechtspfleger
Rechtspfleger übernehmen vielfältige Aufgaben, vorrangig bei Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften, aber auch in Verwaltungsabteilungen aller Gerichte. Dazu zählen beispielsweise Aufgaben in Nachlass-, Zwangsvollstreckungs-, Grundbuch- und Familiensachen sowie in Rechtsantragsstellen und als Geschäftsleiter. Sie sind in ihrem Zuständigkeitsbereich eigenverantwortlich tätig und genießen sachliche Unabhängigkeit bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.
### Digitale Ausstattung der neuen Ausbildungsjahrgänge
Die neuen Ausbildungsjahrgänge werden ausschließlich mit elektronischen Akten arbeiten. Daher erhalten sie von Anfang an eine persönliche Ausstattung mit mobilen Endgeräten (Convertibles), die sie auch nach Abschluss der Ausbildung bei Gerichten und Staatsanwaltschaften weiter nutzen können.
Präsident des Oberlandesgerichts Dr. Leon Ross betonte, dass die sächsische Justiz seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesene Generationenwechsel erlebt. Die neuen, starken Ausbildungsjahrgänge seien ein wichtiger Faktor für den Gelingen dieses Wechsels. Mit mehr als 1.000 jungen Menschen in Ausbildung – einschließlich Rechtsreferendaren und Rechtsreferendarinnen – sichert die Justiz im Freistaat ihre Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft.
Quelle: (ots)