
(Geg – 23.04.26) In Dresden wird im April 2026 Fachwissen aus dem ganzen Land gebündelt. Auf Einladung des Landesamtes für Archäologie Sachsen und der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen treffen sich rund 120 Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland. Die Tage vom 23. bis 24. April widmen sich der Frage, wie man den Überblick über Sammlungen behält und welche Standards dabei für alle sinnvoll sind.
Ein Spagat zwischen Detail und Standard
Die Arbeitsgemeinschaft Sammlungsmanagement des Deutschen Museumsbundes organisiert die Zusammenkunft. Dr. Regina Smolnik, die sächsische Landesarchäologin, macht dabei deutlich, wo die Schwierigkeiten liegen: Man dürfe die wissenschaftliche Tiefe der einzelnen Disziplinen nicht opfern, nur um einheitliche Regeln zu schaffen. Wer alles über einen Kamm schert, riskiere, die eigentlichen Werte der Objekte zu verlieren. Dennoch sei es wichtig, die Prozesse im Umgang mit den Sammlungen zu vereinheitlichen und auf ein hohes Niveau zu heben.
Hilfe aus Übersee
Unterstützung für diese Bemühungen gibt es aus Großbritannien. Auf der Tagung wird das System „Spectrum“ vorgestellt, ein britischer Standard für das Sammlungsmanagement. Die Arbeitsgemeinschaft hat die neueste Fassung gerade erst ins Deutsche übertragen. Die Übersetzung ist bereits online beim Collection Trust zu finden, eine gedruckte Version wird demnächst folgen.
Bildquelle: Pixabay