Bahnverkehr massiv gestört nach Zugvorfall am Hauptbahnhof

Wanninger


Symbolbild
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(Wan – 22.04.26) Am Dienstagabend, den 21. April 2026, kam es am Magdeburger Hauptbahnhof zu einem Vorfall, der den Schienenverkehr massiv beeinträchtigte. Gegen 21:50 Uhr wurde die Einsatzleitstelle der Bundespolizei Magdeburg darüber informiert, dass sich eine männliche Person im Bereich von Gleis acht in Richtung Hauptbahnhof aufhert. Ein Lokführer eines herannahenden Güterzuges bemerkte den taumelnden Mann im Gefahrenbereich. Bei einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde leitete der Lokführer umgehend eine Gefahrenbremsung ein. Laut Erstmeldung wurde die Person durch den Zug gestreift und lief anschließend über die Gleise.

Die Deutsche Bahn reagierte auf den Vorfall über ihre Notfallleitstelle in Leipzig und stellte den Zugverkehr am Magdeburger Hauptbahnhof ein. Neben der Landespolizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst wurde auch ein Hubschrauber der Bundespolizei zur Suche nach dem mutmaßlich Verletzten eingesetzt. Die Suche verlief zunächst ohne Erfolg.

Festnahme am ZOB und Folgen für den Bahnverkehr

Gegen 22:53 Uhr konnten die Einsatzkräfte den 35-jährigen Mann im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofes ausfindig machen und kontrollieren. Der Mann, der aus der Ukraine stammt, wirkte auf den ersten Blick unverletzt und gab an, lediglich an der Schulter vom Zug gestreift worden zu sein. Eine medizinische Untersuchung sowie ein freiwilliger Atemalkoholtest wurden von ihm jedoch abgelehnt. Zur Klärung seiner Personalien wurde er in die Räumlichkeiten der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg gebracht.

Gegen den Mann wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen einer Betriebsstörung eingeleitet. Die Auswirkungen auf den Schienenverkehr waren erheblich: Insgesamt 116 Züge waren von dem Vorfall betroffen, was zu einer kumulierten Verspätung von 6658 Minuten führte.

Bildquelle: Pixabay