Bundespolizei kontrolliert Regionalbahn: Reizstoffsprühgerät und Fundsachen

Wan

(Wan – 26.02.26)



Symbolbild

Am 26.02.2026, gegen 14:15 Uhr, erhielt die Bundespolizeiinspektion Erfurt eine Mitteilung von Zugpersonal. Diese berichtete über zwei Personen, die in einer Regionalbahn zwischen Zwickau und Leipzig auffällig geworden sein sollen. Ein Hinweis der Zugbegleiterin ergab den Verdacht, dass eine der Reisenden als vermisst gemeldet sein könnte.

Kontrolle in Gößnitz

Eine Streife der Bundespolizei nahm den Halt der Regionalbahn in Gößnitz zum Anlass, die Personen zu identifizieren und den Sachverhalt zu überprüfen. Im Zug wurden ein junger Mann und die beschriebene Jugendliche in einer Sitzgruppe festgestellt. Im Zuge der Kontrolle fiel auf, dass die 14-jährige Deutsche ein Reizstoffsprühgerät griffbereit auf ihrem Sitz platziert hatte. Dieses wurde zur Beweissicherung in Obhut genommen. Eine Überprüfung ergab, dass kein Vermisstenmeldung für das Mädchen vorlag. Die Mutter der Jugendlichen konnte kontaktiert werden und bestätigte, dass ihre Tochter sich freiwillig mit dem jungen Mann auf Reisen befand.

Rucksackinhalt unter Beobachtung

Der 23-jährige Begleiter der Jugendlichen wurde ebenfalls einer Kontrolle unterzogen. Bei der Öffnung seines Rucksacks wurden eine Vielzahl hochwertiger Parfümflakons sichtbar. Insgesamt befanden sich zwölf Flakons im Rucksack, die einen erheblichen Wert darstellen. Der Mann, ein tunesischer Staatsbürger, gab an, den Rucksack in Regensburg gefunden zu haben.

Sowohl das Reizstoffsprühgerät als auch der Rucksack mit dem Parfüm wurden zur weiteren Sachverarbeitung in polizeiliche Verwahrung genommen. Beide Personen konnten ihre Reise nach der Kontrolle fortsetzen. Gegen die Jugendlichen und den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Anfangsverdachts eines Diebstahls eingeleitet.

Bildquelle: Pixabay