Der Glasfaserausbau der Deutschen GigaNetz in Delitzsch und mehreren Ortsteilen ist nach Angaben des Unternehmens weit vorangekommen. Zugleich verzögert sich der weitere Tiefbau nach Unternehmensangaben wegen einer umfassenden Überprüfung des Projekts. Für die Ortsteile gebe es derzeit keinen verbindlichen Bau- oder Zeitplan. Die Stadtverwaltung berichtet zudem, dass sie keine Angaben dazu erhalten habe, wann und wo der Ausbau fortgesetzt wird.
5.700 Haushalte bis zur Grundstücksgrenze erschlossen
Rund 5.700 Haushalte im Stadtgebiet sowie in Beerendorf, Werben, Sandmark, Selben, Döbernitz, Zschepen, Spröda und Laue seien bis zur Grundstücksgrenze mit Glasfaser erschlossen, teilte die Deutsche GigaNetz auf Anfrage von delitzsch.news mit. Mehr als 1.300 Kundinnen und Kunden nutzten das Netz bereits.
Derzeit führe das Unternehmen eine umfassende Projektrevision durch. Diese solle den bisherigen Stand bewerten und Möglichkeiten finden, Bauabläufe sowie die Aktivierung bereits gebauter Hausanschlüsse zu verbessern. Die weiteren Tiefbauarbeiten verzögerten sich dadurch zunächst. Parallel konzentriere sich die GigaNetz darauf, errichtete Anschlüsse fertigzustellen und ans Netz zu bringen. Nach Unternehmensangaben seien auf diesem Weg bereits Hunderte zusätzliche Kunden aktiviert worden.
GigaNetz hat der Stadt keinen konkreten Bauzeitenplan mitgeteilt
Der Stadtverwaltung fehlen nach eigenen Angaben konkrete Informationen zur Fortsetzung des Ausbaus. Die Deutsche GigaNetz habe der Verwaltung zwar mitgeteilt, dass es weitergehen solle. Zu Zeitpunkt und Ort der Fortsetzung, zum Ausbaustand, zu Bauzeitenplänen oder zu Fertigstellungsterminen in den Ortsteilen lägen der Stadt jedoch keine Informationen vor, heißt es aus dem Rathaus.
Nach Darstellung der Deutschen GigaNetz sei die Stadt über den aktuellen Projektstand informiert worden. Auch mit den Ortschaftsräten sei nach Unternehmensangaben ein direkter Austausch geführt worden. Als konkretes Beispiel nannte GigaNetz die Ortschaftsratssitzung in Laue im September.
Nach Angaben der Stadt werden die Ausbauaktivitäten nach der Trennung vom bisherigen Generalunternehmen neu bewertet und priorisiert. Für den weitergehenden Netzausbau werde weiterhin ein neues Generalunternehmen gesucht, das auch Garantieleistungen des bisherigen Auftragnehmers übernehmen müsse. Das gestalte sich schwierig.
Für Laue nennt die Stadt eine konkrete Zielangabe: Bei der Ortschaftsratssitzung am 1. September 2026 habe ein Vertreter der Deutschen GigaNetz erklärt, der Ausbau solle dort bis Ende des ersten Quartals 2027 abgeschlossen sein. Die Deutsche GigaNetz erklärte in ihrer Antwort vom 29. September jedoch, für die Ortsteile gebe es derzeit keinen verbindlichen Bau- oder Zeitplan.
Restarbeiten und Wiederherstellung
Die GigaNetz kündigte an, ausstehende Restarbeiten und festgestellte Mängel zeitnah beseitigen zu lassen. Dazu zählten unter anderem das ordnungsgemäße Schließen offener Gruben und die Beseitigung sichtbarer Leitungsverbände. Die Stadtverwaltung kontrolliere offene Baustellen und noch nicht abgenommene Flächen nach eigenen Angaben im Rahmen wiederkehrender Straßenkontrollen.
Bei Fragen zu einem Anschluss, zu konkreten Baustellen oder zur Wiederherstellung verweist die Deutsche GigaNetz auf ihr Kundencenter. Es ist täglich von 8 bis 20 Uhr unter 040 593 6300 erreichbar; Anliegen können außerdem an kundenservice@deutsche-giganetz.de gesendet werden.

